Besouro Mangangà

Manuel Henrique, 1897- 1924, Sohn von Joâo Grosso und Maria Haifa, Schüler vom ehemaligen Sklaven Tio Alipio, Lehrer von Cobrinha Verde

„SE QUER SER MESTRE, APRENDE PRIMERO A SER DISCIPULO“
Wenn du Mestre sein willst, lerne zuerst Schüler zu sein.

Der Sklave Tio Alipio war schon früh vom kleinen Manuel Henrique angetan und weihte ihn in die Geheimnisse des Capoeira ein. In Santo Amaro da Purificacâo erhielt er seinen Namen Besouro Manganga wegen seiner Flexibilität und seiner Fähigkeit sich in Luft aufzulösen.

Besouro war stark und besass eine Abenteurerseele. Er liess sich nie fest anstellen und besass keinen Beruf. Er war gerne frei und flexibel. Er akzeptierte keinen Ungerechtigkeiten gegenüber den Sklaven und setzte sich stets für die Schwächeren ein. Das machte ihn bei Gutsbesitzern (Sklavenhaltern) und Polizei nicht gerade beliebt. Auch er mochte die Polizei nicht und trieb sein Scharmützel mit ihnen. Immer wenn die Miliz dachte, sie hätten ihn, verschwand er wie vom Erdboden verschluckt.

Er war ein grosser Kämpfer und galt als unverwundbar durch seine Fähigkeit mit Ritualen seinen Körper zu „verschliessen“. Als Zeichen der Tapferkeit trug er einen goldenen Ring im linken Ohr. Die Geschichten über seine Kämpfe und Spässe mit der Polizei sind unzählig. Schlussendlich wurde er jedoch verraten und mit einem Messer aus Tucum von hinten erstochen.

Heute ist Besouro ein Capoeirasymbol in ganz Bahia und darüber hinaus; bekannt für seinen Mut, seine Tapferkeit und Manginga.