Capoeira Gerais

Die Gruppe Capoeira Gerais wurde am 5. Februar 1993 von Mestre Mão Branca gegründet.

Der Name „Gerais“ wurde nicht auf Grund des Staates Minas Gerais gewählt, sondern verkörpert die Vielfallt der Capoeira. „Gerais“ wird von dem Wort „geral“, was „allgemein“ bedeutet, abgeleitet.

Die Capoeira ist reich an verschiedenen Elementen, wie die Musik, die Poesie, der Tanz, die Kultur, die Kunst, der Sport, die Therapie, die Psychologie und unter anderem dem Vergnügen.

Als Basis für die Struktur der Gruppe dienten Mestre Mão Branca seine kulturellen Erfahrungen sowie der Austausch mit Capoeiristas aus ganz Brasilien und anderen Ländern.

Trotz vielen Schwierigkeiten hatte die Gruppe Capoeira Gerais Erfolg und leistete einen grossen Beitrag zur Entwicklung der Capoeira im Staate Minas Gerais.

Heute ist die Gruppe Capoeira Gerais eine der grössten Gruppen weltweit.

 

Philosophie

Das Ziel der Gruppe Capoeira Gerais ist das fördern der Persönlichkeit durch die Capoeira.

Ohne eigenes Bewusstsein ist es einem nicht möglich, eine Perspektive für das Leben zu haben.  Auf Grund dessen ist ein Mensch ohne Bewusstsein ein Mensch ohne Ziele.

 

Lehrmethode

Was im Training fokussiert wird basiert auf dem Training der Meister, bei denen Mestre Mão Branca Erfahrungen gesammelt hat und deren Weiterentwicklung, durch Mestre Mão Branca.

 

Charakterzüge

Der Charakterzug der Gruppe Capoeira Gerais ist das Spiel zum Rhythmus des Berimbaus.

Unser Spiel ist in keinem Stiel radikal. Deshalb sind wir „Capoeira Gerais“.

Obwohl wir wissen, dass alles auf dieser Welt einen Prozess der Veränderung und der Weiterentwicklung durchläuft, versuchen wir trotzdem die Fundamente der Capoeira Angola und Regional, weitgehend zu respektieren.

 

Capoeira Gerais und die Gesellschaft

Die Gruppe Capoeira Gerais sorgt sich nicht nur darum, gute Capoeiristas zu formieren, sondern gibt dem Individuum, durch Capoeira, die Möglichkeit, sein Potenzial in verschiedenen Aspekten zu entwickeln, sei dies im künstlerischer, sportlicher oder sozialen Hinsicht. Dies ermöglicht im Besonderen Strassenkindern eine Wiedereingliederung in die Gesellschaft, um ein gerechtes Leben zu führen.

Als Mestre Mão Branca, an der katholischen Universität in Minas Gerais, zu unterrichten begann, kamen alle Schüler aus gutem Hause. Sofort suchte er einen Weg Strassenkinder mit diesen zu vereinen, um das elitäre Klima auszugleichen.

Schlussendlich ist Capoeira eine Kunst, um Rassen und Klassen zu vereinigen.

Mit diesem Grundgedanken verminderten sich nach und nach die gesellschaftlichen Vorurteile und die Strassenkinder konnten in die Gesellschaft eingegliedert werden.

Capoeira ist eine exzellente Waffe gegen Vorurteile. In ihr können sich Gegenteile anfreunden und was in der Roda zählt, ist die Kunst, die jeder Einzelne besitzt.

Aus diesem Grund verzichtet Capoeira Gerais nicht auf die Sozialarbeit, dort wo soziales Elend existiert und der Staat keine direkte Hilfe bieten kann. Die Gleichheit unter den Menschen und die gegenseitige Loyalität sind Schlüsselwörter eines wahren Capoeiristas.

Deshalb arbeitet die Gruppe ebenfalls mit Kindern, die am Down-Syndrom leiden.

Es zeigt sich, dass Kinder mit Down-Syndrom fast so gut lernen können wie gesunde Kinder. Der Lernprozess braucht jedoch mehr Zeit und fordert eine gute Dosis von Liebe und Geduld.